Sollen Kinder regelmäßig Fluoride zugeführt bekommen oder ist das schädlich?

fluoride-1 Fluoride sind immer eine Sache der Dosierung. Fluoride können auch überdosiert werden, was sich dann nachteilig auf das Aussehen und auch die Belastbarkeit der Zähne auswirkt.
Folgende Empfehlungen für Fluordierungsmaßnahmen für Kinder werden heute gegeben:

0 - 2 Jahre:

Grundsätzlich wird heute der lokalen Fluoridierung direkt am Zahn der Vorzug gegenüber einer systemischen Verabreichung (Tabletten) gegeben. Bis zum Durchbruch des ersten Zahnes ist keine Fluoridierungsmaßname erforderlich. Ab dem Durchbruch des 1.Milchzahnes: 1 mal täglich mit einer erbsengroßen Menge Kinderzahnpasta (500ppm Fluorid, steht auf der Packung) putzen.

2. - 6. Lebensjahr:

2 mal täglich mit erbsengroßer Menge Kinderzahnpasta putzen.

Ab dem 6. Lebensjahr:

2 mal täglich putzen mit Junior- oder Erwachsenenzahnpasta (Fluorid-Gehalt: 1000-1500ppm). Zusätzliche häusliche Anwendung von Fluorid-Gelée. Die früher generell empfohlene Tablettenfluoridierung bleibt auf Risikofälle beschränkt: Dosierungsempfehlung bei Tablettenfluoridierung :0,25mg/Tag bis zum 3.Lebensjahr; 0,5mg/Tag vom 3. – 6. Lebensjahr; danach bis zum 9.Lebenjahr 0,75mg/Tag.
Alternativ kann die Fluoridzufuhr auch mit fluoridiertem Speisesalz erfolgen. Man sollte sich aber konsequent nur für eine Form der Fluoridverabreichung entscheiden. Die Einschätzung des Kariesrisikos spielt dabei eine entscheidende Rolle. Zusammen mit dem Zahnarzt wird die sinnvollste Form der Fluoridverabreichung festgelegt.
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