Aufbissschienen als zahnärztliches Therapiemittel der Wahl

Mit der Diagnose der klinischen und manuellen Funktionsanalyse und den weiteren Untersuchungen kann eine ursachenbezogene Therapie eingeleitet werden.

Dr. Harth folgt in seinem therapeutischen Behandlungskonzept den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Funktionsdiagnostik und Therapie.

Häufigstes Therapiemittel des Zahnarztes ist die Eingliederung einer sog. Aufbissschiene, die je nach Befund die Lage des Unterkiefers so verändern kann, dass schmerzauslösende Muskel- und Gelenkstrukturen nicht mehr oder anders belastet werden. Das Aufbeißen der Zähne auf diese Schiene wird dabei so eingestellt, dass eine absolut gleichmäßige Belastung aller Zähne erreicht wird. Die Aufbissschienen müssen in der Tragezeit regelmäßig kontrolliert und bei Veränderungen auch korrigiert werden. Die Tragezeitdauer der Aufbissschiene richtet sich nach den Ausgangbefunden, sie werden vor allem nachts getragen. Häufig wird die Behandlung mit Krankengymnastik begleitet. Die Kombinationsbehandlung mit dem Krankengymnasten ermöglicht eine noch effektivere und gezielte Entspannung der Kaumuskulatur sowie eine manuelle Entlastung der Kiefergelenke.

Wenn orthopädische Einflüsse als Cofaktor für die Entstehung der CMD beitragen, wird die Aufbissschienenbehandlung mit der physiotherapeutischen und orthopädischen Behandlung kombiniert.

Trägt vor allem die psychische Belastung als Cofaktor für die Entstehung der CMD bei, ist eine psychosomatische Mitbehandlung angezeigt.

Ziel ist ein wieder harmonisches Zusammenspiel zwischen Zähnen, Muskulatur, Kiefergelenk und Körperstatik.