Wie erkenne ich eine CMD?

Bei folgenden Symptomen sollte eine CMD Diagnostik durchgeführt werden: Dauerhaftes Zähneknirschen und –pressen. Die Front- und Seitenzähne werden immer kürzer. Häufig wiederkehrende Schmerzen im Kiefer-, Kopf- und Gesichtsbereich. Knackgeräusche in den Kiefergelenken, verbunden mit Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Eingeschränkte und asymmetrische Bewegungen des Unterkiefers.

Wenn Sie selbst oder der Zahnarzt ein oder mehrere der aufgeführten Symptome feststellen, sollte das Kausystem systematisch untersucht werden.

Unser Vorgehen bei der Untersuchung richtet sich nach den empfohlenen Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für Funktionsdiagnostik und Therapie (www.DGFDT.de).

Dr. Harth ist ein zertifizierter Spezialist der DGFDT im Bereich der Funktionsdiagnostik und Funktionstherapie.
Er unterrichtet an vielen Fortbildungsinstituten das Fach der zahnärztlichen Funktionslehre. Sein systematisches Behandlungskonzept beginnt immer mit einer sog. Klinischen Funktionsanalyse. Hierbei wird der gesamte Zahn-, Kiefer- und Kopfbereich gründlich untersucht. Mit einer sog. Manuellen Strukturanalyse können die erkrankten und überlasteten Strukturen genau ermittelt werden.
Wenn sich mit der klinischen und manuellen Funktionsanalyse der CMD Verdacht bestätigt, ermöglichen zusätzliche Untersuchungen die Absicherung der Ergebnisse. Dazu gehört die sog. Instrumentelle Funktionsanalyse. Es werden diagnostische Kiefermodellanalysen durchgeführt, die einen Aufschluss darüber geben, ob das Zusammenbeißen der Zähne als mögliche Ursache für die erkrankten Gelenk- oder Muskelstrukturen in Frage kommt.
Ein weiteres instrumentelles Untersuchungsverfahren ist die computergestützte Kiefergelenk- Bewegungsanalyse (elektronische Achsiographie).
Als bildgebendes Verfahren wird die Kernspintomographie eingesetzt. Hier arbeitet Dr. Harth im Bereich der Kiefergelenkdiagnostik mit sehr erfahrenen Radiologen zusammen.
Je nach individuellem Befund sind häufig weitere konsiliarische Untersuchungen bei anderen Fachärzten erforderlich. Die Körperstatik stellt einen wesentlichen Einflussfaktor für das Entstehen einer CMD da. Fehlstatik und Fehlbiss können sich einander wechselseitig bedingen. Diesen wechselseitigen Einfluss kann der Orthopäde z.B. mit einer sog. 3-D Wirbelsäulenvermessung beurteilen. Dabei handelt es sich um eine lichtoptische Vermessung. Dr. Harth arbeitet hier mit Orthopäden zusammen, die auch in ihrem Behandlungskonzept die wechselseitige Beeinflussung von Kiefergelenk und Körperstatik berücksichtigen.
Beeinflusst wird das Zusammenspiel der Zähne, des Kiefergelenkes und der Kaumuskeln von der Psyche. „Wir beißen unsere Zähne zusammen“, wenn wir im Stress sind, wenn wir gefordert werden, auch wenn wir Tagesabläufe oder Geschehen psychisch verarbeiten.
Unterbrechen kann man das beschriebene Geschehen dadurch, dass der Stress auslösende Faktor reduziert oder ganz beseitigt wird, dadurch bedingt die Zähne wieder nur zur Zerkleinerung der Nahrung benutzt werden. Die Erkennung und auch die Behandlung der Zusammenhänge kann durch einen psychosomatisch ausgebildeten Arzt oder Psychologen durchgeführt werden.